Werde ich doch oft in der Praxis gefragt, ob über Borreliose überhaupt wissenschaftlich geforscht wird. Ja, es wird.
Sonntag, 26. Oktober 2008
Immunaktivatoren bei der persistierenden Borreliose ?
Dienstag, 15. Juli 2008
Bakterientoxine sollten erforcht werden
Die Symptomatik der Borreliosekrankheit läßt sich so richtig nur durch die Wirkung von Bakterientoxinen erklären. Dieses erkannte schon früh der amerikanische Arzt Ritchie Shoemaker, MD , der dann auch das entsprechende Toxin isolierte.
In Deutschland war es dann die Gruppe um Prof. Dr. F. Hartmann, die hier diese Art, an die Borreliose heranzugehen, bekannt machte. Ich kann hier (aber auch sonst) das hervorragende Buch der Hartmann- Schülerin Dr. Petra Hopf-Seidel empfehlen. Auch für mich ist dieses Werk fast tägliche Lektüre.
Arbeitet man sich in diese Erkärungsweise der Infektionskrankheiten ein, sieht man, das sich hier wohl ein richtiger Paradigmenwechsel im Verstädnis und in der Therapie von Infekttionskrankheiten abzeichnet: möglicherweise wird die Vormachtstellung bei derBehandlung von Infektionen in Zweifel gezogen werden.
Aber bitte lest selbt!
Dienstag, 1. Juli 2008
Lumbalpunktion - Das Muß zur exakten Diagnose?
Spätestens dann, wenn ein Mensch mit der Diagnose "Borreliose" zum Neurologen überwiesen wird, stellt sich die Frage einer Lumbalpunktion.
Mit einer Nadel mitten ins Nervensystem -mitten ins Leben also - gestochen zu werden, ist nicht jedermanns Sache. Macht Angst!
Das ich einer Lumbalpuktion eher ablehnend gegenüberstehe, ist meien Patienten bekannt. Dennoch gibt es Situationen, wo auch mir die LP zwingend erforderlich erscheint: ich denke hier nur an die diagnostische Unterscheidung zwischen Borreliose und Multipler Sklerose (MS).
Auf der anderen Seite wissen wir, daß - wenn die Lumbalpunktion zur Klärung einer neuronalen Beteiligung der Borreliose (ich sage bewusst nicht "Neuroborreliose") eingesetzt wird, die Ergiebigkeit (man streitet sich zwischen 20 und 40 Prozent) äußerst dürftig ist.
Sieht man dazu noch die Nebenwirkungen und Komplikationen, stellt sich schon einem die Frage, ob das denn unbedingt immer nötig ist.
Zumal die Diagnose "Neuroborreliose" uns doch laut der Richtlinien der Fachgesellschaften als eine reine Definitionsdiagnose erscheint: wenn die Lumbalpunktion ein positives Ergebnis erbringt, dann ist diese Borreliose (so die Fachgesellschaften) eine Neuroborreliose.
Ist dem aber in Wirklichkeit so?
Ich meine nein.
Ich sehe bei fast jeder Borreliose eine mehr oder weniger starke neurologische Komponente.
Und bringt die Lumbalpuntion nun eine erhebliche Klärung der Diagnose?
Ich meine nein.
Ausser, daß im positivem Befund die definierte Neuroborreliose diagnostiziert werden kann. Aber was bringt uns das, zeigt doch fast jede Borreliose eine mehr oder weniger ausgeprägte Neurologie?
So wird das Wort "Neuroborreliose" in meiner Praxis kaum benutzt. Und eine Empfehlung zur lumbalpunktion wird nur nach langem, kritischen Nachdenken gegeben.
Sonntag, 22. Juni 2008
Unmengen von Larven
Auch gestern wieder!
Viele Zeckenstiche, hervorgerufen durch Larven, die kleinste Zeckengeneration, kamen zur Behandlung!
Wenn das so weitergeht, und ich bin fast sicher, es geht so weiter, haben wir ein grosses Problem.
Kein Frost wird mehr diese Spinnenbrut abtöten!
Wir müssen einen Plan machen, dieses Risiko zumindest zu vermindern.
WIR, denn jene von der Gesundheitspolitik, interessiert das reichlich wenig!
Die halten uns für Spinner; die Ärzte, die sich damit beschäftigen, halten sie für Scharlatane.
Montag, 16. Juni 2008
Neuinfektion vermeiden ! Neuer Zeckenbiss !
Es ist unglaublich, wie viele Zeckenstiche dieses Jahr zur Behandlung anstehen.
Wohl hat der kältearme Winter tatsächlich für eine wahre Explosion dieser Vektoren geführt !
Jäger berichten von Unmengen von Zecken auf v.a. Rehen.
Hier in der Praxis sind es vor allerm die kleinen Zecken, Larven und Nymphen, die zur Entfernung oder Untersuchung kommen!
Mir wird Angst und Bange, wenn ich an die Folgen des sich verändernden Klimas denke!
Borreliose wird DIE Volkskrankheit !
Dienstag, 29. April 2008
Mattigkeit, eine elende Erscheinungsform des menschlichen Daseins !
Mattigkeit, diese elende Mattigkeit, ist neben dem Schwitzen und den Gelenkschmerzen eine der häufigsten Erscheinungsformen der Borreliose.
Zu Nichts hat man Lust, allein das Nötigste zu erledigen, kostet einen enormen Energieaufwand. Und dazu hört man ständig aus der Umgebung: "Du siehst ja heute wirklich besser aus" oder "ohh schön.daß Du es überstanden hast".
Man selbst weiß, wie schlecht es einem geht.
Und man weiß auch, daß der/die Andere denkt: "Nun reiß Dich doch mal endlich zusammen!"
Würd man ja gern, kann aber nicht!
Gibt es da medizinische Hilfe?
Ja, gibt es: Vigil, ein hervorragendes (aber sündhaft teures) Präparat gegen Mattigkeit. Aber: Es hat nicht die Indikation "Müdigkeit bei Borreliose", denn die gibt es ja im offiziellen Denken gar nicht! Und so zahlt es hier die Krankenkasse auch nicht, und der Hersteller leistet auch keine Produkthaftung.
Und sonst?
Ja, es gibt etwas!
Auf meinen Reisen nach China traf ich auf einen Pilz, Cordiceps, ein biologisches Unikum! Dieser Pilz wächst v.a. in Nepal (dem Dach der Welt), einer Gegend mithin, wo ich mich nur unter angestrengstem Schnaufen fortbewegen konnte.
Und genau dagegen wird er dort eingesetzt: gegen Höhenkrankheit!
Und ... in der chinesischen Medizin gegen Mattigkeit bei chronischer Borreliose!
Warum weiß man das hier not? Warum wußte ich das not? Keine Ahnung!
Nun gut, ich habe angefangen, damit zu behandeln (mich auch!).
Noch kann ich nichts Konkretes darüber berichten. Aber ich bin ganz sicher, daß Ihr/Sie hier bald weiteres daüber lesen könnt!

