Samstag, 29. März 2008

Hormonstörungen bei Borreliose

Therapierestente Gewichtszunahme, Milchfluss bei der Frau, Libidoverlust, Schilddrüsenfehlfunktion. Die Liste der Hormonstörungen bei der Borreliose ist lang. Dennoch sind diese Phänomene - auch bei den Ärzten - kaum bekannt. Ja, sie werden sogar - selbst von fachkundigen Gutachtern - in Abrede gestellt.
Eine recht gute Ausarbeitung hierrüber - wenn auch nicht mehr ganz taufrisch - finden Sie unter http://www.medizinkritik.de/autoren/sld02.htm .

Montag, 17. März 2008

Gefahr durch neue Zeckenart

Vom Südosten Europas breitet sich die Auwaldzecke CDermacentor reticulatus) zunehmend über Deutschland aus. Diese Zecke, die deutlich größer ist als der hier heimische Holzbock findet sein Opfer nicht passiv wie letzterer, der sich meist von einem Grashalm oder ähnlichem abstreifen läßt: Die Auwaldzecke geht aktiv auf Jagd.
Bisher ist diese Großzecke v.a. durch Übertragung der Babesiose auf Hunde ("Hundemalaria") bekannt geworden. Ich erwarte jedoch mit einer zunehmenden Population öftere Übertragungen von FSME und Borreliose auf den Menschen.

Freitag, 29. Februar 2008

Rocephin - out?

Bei Diskussionen mit borreliose-behandelnden Ärzten stiess ich immer öfter auf das auch von mir beobachtete Phänomen: bei einer eindeutigen Borreliosesymptomatik zeigte sich bei einer ersten Infusionsserie mit Ceftriaxo (zB Recephin) oft ein deutlicher Erfolg, wenn auch meist nicht zu lange andauernd. Dieser Erfolg war dann bei einer zweiten Serie schon sehr viel geringer, bei der dritten meist nicht mehr vorhanden. Resistenz? Als Konsequenz haben - auch wegen der nicht geringen Nebenwirkungen - viele Borreliose-Ärzte Rocephin nicht mehr als das Mittel der ersten Wahl.
Ich meine dennoch, dass Ceftriaxon - schon wegen seiner erwiesenen und dokumentierten Wirksamkeit - ein probates Mittel zur Behandlung eines schweren akuten Geschehens bleiben wird.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Unfallversicherung

Bitte dran denken: Jeder Zeckenstich ist ein Unfall, ein von aussen kommendes Ereignis. Somit ist eine Borreliose oder FSME eine Unfallfolge. Es ist deshalb enorm wichtig, jeden Zeckenstich zu dokumentieren und möglichst ärztlich behandeln zu lassen. Überprüft Eure Unfallversicherungspolicen auf ggf. Ausschluß einer Borreliose.

Dienstag, 26. Februar 2008

Zeckenexplosion in 2008 ?

Es ist wohl dieses Jahr mit einer starken Vergrößerung des Zeckenbestandes zu rechnen ! Somit sind auch viel mehr Zeckenstiche und damit auch Infektionen mit Borreliose und FSME zu erwarten. Neben der schnellstmöglichen Entfernung der Zecke nach einem Stich sollte auch der Zecke an sich der Kampf angesagt werden. Ganz wichtig ist hierbei die Verschlechterung der Lebensbedingungen des Holzbockes im heimischen Umfeld. Ich werde demnächst einen Download hierzu ins Netz stellen.

Montag, 25. Februar 2008

persistierend oder Neuansteckung ?

Ich glaube immer mehr, daß ein erheblicher Teil der Symptome, die bei einer persistierenden Borreliose auftrten, in Wirklichkeit Zeichen einer Neuansteckung sind. Immerhin ist das Risiko, von einer Zecke gestochen zu werden, erheblich grösser, wenn die Zecken den Körpergeruch mögen - also schon mal gestochen haben.